Die Sonne - lebenswichtig aber auch ein Risiko Was macht die Sonnenstrahlen so gefährlich? Zunächst: Ohne Sonne geht es nicht! Durch die Einwirkung der Sonnenstrahlen entstand überhaupt erst das Leben auf dieser Erde und alles was lebt braucht die Sonne, direkt oder indirekt um weiterexistieren zu können. Aber, wie so oft, macht auch hier "die Menge das Gift" wie schon Paracelsus in Bezug auf Medikamente festgestellt hat. Sonneneinstrahlung regt die Durchblutung im Körper an und unter der Einwirkung der Sonnenstrahlung bildet sich in der Haut das lebenswichtige Vitamin D, welches für die Struktur der Knochen, der Zähne und der Haare wichtig ist, aber auch in vielen Stoffwechselvorgängen wesentliche Funktionen ausübt. Gerade für Kinder, die sich noch im Wachstum befinden, ist der Einfluss der Sonnenstrahlen auf die Ausbildung eines gesunden, tragfähigen Skelettsystems gar nicht zu überschätzen. Das was wir als "Sonnenstrahlen" insgesamt bezeichnen, ist im Grunde ein Gemisch aus sichtbarem Licht und ultravioletten Strahlen unterschiedlicher Wellenlänge. Der ultraviolette Anteil ist der Teil, der in erster Linie für die negativen Auswirkungen des Sonnenlichts verantwortlich ist. Ultraviolette Strahlen werden grob betrachtet in UV-A, UV-B, und UV-C Strahlung eingeteilt. Die gefährlichste Strahlung, die UV-C-Strahlung wird durch die Atmosphäre weitestgehend ausgefiltert und erreicht gar nicht die Erdoberfläche. Die UV-B-Strahlung ist die Strahlung, die die Pigmentbildung in der Haut anregt, jedoch auch für den Sonnenbrand verantwortlich ist. Die UV-A-Strahlung schließlich, ist der Anteil des ultravioletten Lichts, der für die Bräunung des durch die UV-B-Strahlung gebildeten Pigmentes zuständig ist. Für die Hautalterung sind in erster Linie die UV-B und in zweiter Linie die UV-A-Strahlen verantwortlich und was das Hautkrebsrisiko anbetrifft, so geht dieses weitestgehend auf "das Konto" der UV-B-Strahlen. Wichtig für einen ausreichenden Sonnenschutz... im Hinblick auf Sonnenbrand und Hautkrebsentstehung ist, dass ein Sonnenschutzmittel hinreichend vor den UV-B-Strahlen schützt. Im Hinblick auf vorzeitige Hautalterung ist gerade bei Kindern auch ein Schutz vor der UV-A-Strahlung wünschenswert. Für Erwachsene und insbesondere für Kinder gilt der Satz: "Gebräunte Haut ist geschädigte Haut". Hautkrebs ist nicht gleich Hautkrebs Wenn von "Hautkrebs" geredet wird, dann ist gemeinhin der sog. "schwarze Hautkrebs", das Melanom gemeint. Wenig bekannt ist, dass die Sonne mit dem schwarzen Hautkrebs nur in der Kindheit etwas zu tun hat. Je größer die Zahl und Schwere der in der Kindheit erlittenen Sonnenbrände ist, desto größer ist das spätere Risiko, an schwarzem Hautkrebs zu erkranken. Die anderen Hautkrebsarten, die sog. "Spinaliom" und das "Basaliom" sind auch im Erwachsenenalter direkt von der Menge der UV-B-Strahlung abhängig, die die Haut abbekommt. Dabei "vergisst" die Haut nichts, was Strahlungseinwirkung angeht. Man sieht also: Was im Kindesalter versäumt wurde an Sonnenschutz, lässt sich im Erwachsenenalter nicht wieder gutmachen. Wenn Sie wollen, dass Ihr Kind später einmal ein nur ganz geringes Risiko hat an schwarzem Hautkrebs zu erkranken, dann müssen Sie dafür Sorge tragen, dass es im Kindesalter keine Sonnenbrände bekommt. Dabei ist bei Sonnenschutzmitteln für Kinder wichtig, dass diese mindestens einen Lichtschutzfaktor von 15 (besser höher) haben und dass sie gegen UV-B und UV-A schützen. Insbesondere der Schutz gegen UV-A-Einstrahlung ist nicht selbstverständlich, da sich der Lichtschutzfaktor nur auf Schutz vor der UV-B-Strahlung bezieht. Zurück |